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about zeitmaschine

Heute, jetzt, nun.
Nichts ist so flüchtig wie die Gegenwart. Nur ein Sekundenbruchteil zwischen der alles verschlingenden Vergangenheit und der unwägbaren Zukunft. Die Gegenwart besteht nur in der Aneinanderreihung vager Momente – und in der Fotografie. Denn als einziges Medium ist sie in der Lage, diese imaginäre Idee des Jetzt in einem Bild einzufrieren, das keineswegs so statisch ist, wie es scheint. Denn jedes Foto dokumentiert nicht nur die unmittelbare Gegenwart des Aufnahmezeitpunkts, des Orts und der Situation, sondern verweist gleichermaßen in die Vergangenheit des “Vor-dem-Bild” und die Zukunft des “Nach-dem-Bild”.

Solange die Zeitmaschine noch nicht erfunden ist, nehmen wir Platz in der virtuellen Zeitmaschine der Fotografie. Treibstoff dieser Zeitmaschine sind bis dahin persönliche Erinnerungen, individuelle Erlebnisse und kollektive Erfahrungen. Die Fotografie dient als Katalysator, diesen Geschichten wieder zu einem Bild zu verhelfen oder vergangene Bilder neu heraufzubeschwören. Meine Fotografien dokumentieren, informieren, übermitteln Botschaften – interpretieren muss sie jeder für sich. Denn ein Foto ist auch immer Dokumentation eines Dialogs zwischen dem Fotograf und dem Objekt vor seinem Objektiv.

Seeing Is Believing.
Fotografien sagen mehr als tausend Worte, sie erzählen Geschichten. Es müssen nicht immer die gleichen Geschichten sein, die vor dem inneren Auge der Betrachter ablaufen. Doch der Dialog der Aufnahme findet eine Entsprechung im Dialog zwischen Fotografie und Betrachter. Wie ein Splitter des Lebens. Definiert durch die Verschlusszeit der Blende, festgehalten im Ausschnitt der Komposition wird dieser Splitter dabei zur Momentaufnahme eines dynamischen, multiperspektivischen Prozesses zwischen Fotograf, Objekt, Betrachter und dem Medium seiner Wiedergabe – der Zeitmaschine.